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Verfasser: Kurt Singer |
04. Oktober 2011 |
"Politik fängt
im Ortsverband an"
Mitgliederehrung bei der CSU - MdEP Manfred Weber begründet Finanzhilfe
für Griechenland

CSU-Ortsvorsitzender Wolfgang Beißmann (von links),
MdL Reserl Sem, Landratskandidat Michael Fahmüller sowie Bürgermeister
Georg Riedl (von rechts), BWK-Geschäftsführer Karl Altmann und MdEP
Manfred Weber (5. von rechts) gratulierten den langjährigen
CSU-Mitgliedern. 50 Jahre sind Rupert Hany und Georg Weindl (4. und. 5.
von links) Mitglied, Fritz Hofmann (6. von links) gehört der Partei seit
40 Jahren an und Hans Eder, Rudolf Karl (3. und 4. von rechts) und
Rosmarie Lengdobler (6. von rechts) halten der CSU seit 25 Jahren die
Treue. − Foto: Singer
Pfarrkirchen. Die Ehrung langjähriger Mitglieder
und ein Referat von MdEP Manfred Weber mit einem deutlichen Ja zum
Euro-Rettungsschirm waren die zentralen Punkte der jüngsten
CSU-Ortshauptversammlung.
"Danke für Ihre Unterstützung, Ihre Mithilfe und Ihr
Engagement, die es erst möglich machen, den christsozialen Grundwerten
entsprechend zu leben und zu handeln und diese auch weiterzugeben",
erklärte CSU-Ortsvorsitzender Wolfgang Beißmann an die zu ehrenden
langjährigen Mitglieder gewandt. Eine Gemeinschaft sei erst lebens- und
überlebensfähig, wenn sie auf einer soliden Basis stehe, nach vorne
blicke und sich neuen Herausforderungen stelle. Politische Arbeit
beginne immer vor Ort, wo man persönlichen Kontakt habe und auf die
Menschen zugehen könne. "Politik fängt hier bei uns im Ortsverband an
und so sind Sie es, die unsere Partei beim Bürger repräsentieren",
stellte Beißmann fest.
Ehrenteller und Dankurkunde Gemeinsam mit MdEP Manfred
Weber, MdL Reserl Sem, Bürgermeister Georg Riedl, Landratskandidat
Michael Fahmüller und dem Bundeswahlkreis-Geschäftsführer Karl Altmann
überreichte er dann einen Ehrenteller und eine Dankurkunde an folgende
Persönlichkeiten: Für 25-jährige Mitgliedschaft an Rosmarie Lengdobler,
Pfarrer Hans Eder, Rudolf Karl und Karl Meiereder. 40 Jahre CSU-Mitglied
sind Ursula Schaffer, Rose-Marie Wimmer, Fritz Hofmann und Franz
Wurzlbauer. Auf 50 Jahre Mitgliedschaft können Rupert Hany, Norbert
Müller und Alt-Bürgermeister Georg Weindl zurückblicken.
Den Zusammenhalt in der CSU beschwor Bürgermeister Georg
Riedl in seinem Grußwort. Er bezeichnete die CSU als eine Gemeinschaft,
in der Meinungen durchaus widersprüchlich diskutiert würden. "Dies ist
ein Zeichen gelebter Demokratie", betonte er. Die CSU würde eine
erfolgreiche Politik betreiben und so stehe Bayern wirtschaftlich und
materiell gut da. Die Landkreisbürger forderte Riedl auf, sich an der
Landratswahl zu beteiligen. "Wer nicht wählt, muss vielleicht mit
jemanden zufrieden sein, den er nicht gewollt hat", meinte er.
Landratskandidat Michael Fahmüller nahm die Gelegenheit
wahr, sich bei den Pfarrkirchner CSU-Mitgliedern vorzustellen. Er regte
dabei auch ein "Netzwerk für Senioren" an. Anhand von Beispielen legte
er dar, wie agile Senioren weniger gesunden älteren Mitbürgern drohende
Vereinsamung ersparen könnten.
Weber: "Erfolge nichtvom Himmel gefallen" "Ist uns
eigentlich bewusst, in welcher Situation wir in Niederbayern leben?",
fragte MdEP Manfred Weber in seiner Eigenschaft als
CSU-Bezirksvorsitzender. "Dies meine ich im positiven Sinne", erklärte
er und verwies dabei auf Länder wie Spanien oder Portugal, in der die
Jugendarbeitslosigkeit bis zu 50 Prozent betrage. "Wenn bei uns auch
nicht jeder seinen Traum-Job bekommt, so findet doch jeder Jugendliche
einen Ausbildungsplatz." Mit entscheidend dafür wären die in München und
Berlin geschaffenen Rahmenbedingungen. "Unsere Erfolge in verschiedenen
Bereichen sind nicht vom Himmel gefallen, sondern sind das Ergebnis
harter politischer Arbeit", ist Webers Überzeugung.
Die für unseren Raum positiven Auswirkungen infolge der
harten Reaktionen auf das Gutachten des Zukunftsrats wertete Weber als
Erfolg der CSU. "Wir als CSU reden nicht nur über für uns notwendige
Maßnahmen, wir haben auch die Möglichkeit, diese durchzusetzen", betonte
er, "und das ist der deutliche Unterschied zu den Freien Wählern." Zur
Energiewende sagte der Europaabgeordnete, wenn man diese konsequent
wolle, müsse man sich auch überlegen, ob der Naturschutz immer Vorrang
haben müsse. Energisch forderte Weber die Einrichtung einer
"Niederbayerischen Förderagentur". "In Brüssel gibt es so viele
Fördertöpfe, dass man kaum den Überblick behalten kann. Diese Agentur
hat sich darum zu kümmern, was gefördert wird, wer gefördert wird und
wie man an die Fördergelder kommt."
Selbstverständlich beleuchtete Weber auch die Situation
in Europa. "Die Menschen haben Angst um ihr Geld und um die Währung",
meinte er und ging dabei auf die Hilfe für Griechenland ein, das in
seiner Wirtschaftskraft kleiner als das Bundesland Hessen wäre. Weber
berichtete über die beschlossenen Hilfen und stellte unmissverständlich
fest: "Die Schritte, die gegangen wurden, sind notwendig, damit die
Stabilität in Europa gewährleistet bleibt. Und diese Stabilität ist
nicht nur für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze erforderlich, sie
betrifft auch jeden einzelnen Bürger."
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